Partikelfilter was ist das? Diese Frage lässt sich kurz und knapp beantworten. Ein Partikelfilter, auch als DPF, Dieselpartikelfilter, Rußpartikelfilter oder RPF bezeichnet, ist ein Bauteil zur Reduzierung der von Fahrzeugen oder stationären Motoren, wie Blockheizkraftwerken, ausgestoßenen Schadstoffe in Form von Partikeln. Die Partikel werden dabei durch ein oder mehrere Filtermedien bzw. Filterelemente geleitet in denen sich die Partikel festsetzen und somit nicht in die Umgebungsluft abgegeben werden. 

Was bringt ein Partikelfilter?

Beim Betrieb von Fahrzeugen und anderen Verbrennungsmotoren entstehen Abgase die für die Umwelt und die Gesundheit schädliche Partikel enthalten. Was bringt ein Partikelfilter? Mit Hilfe eines Partikelfilters werden einige dieser schädlichen Partikel aus den ausgeleiteten Abgasen herausgefiltert. In Kombination mit einem Katalysator oder einer katalytischen Beschichtung werden zudem giftige Gase im Zuge chemischer Prozesse in weniger schädliche Stoffe umgewandelt. Ein Partikelfilter trägt somit maßgeblich zur Reduzierung von Emissionen bei, die die menschliche Gesundheit sowie die Ozonschicht angreifen. Durch die Zerstörung der Ozonschicht wird der Klimawandel und die damit verbundene Erderwärmung begünstigt.

Wie funktioniert der Partikelfilter?

Es gibt drei Arten von Partikelfiltern: Keramikfilter, Nebenstrom-Tiefbettfilter und Sintermetallfilter. Der Aufbau der drei Filtersysteme unterscheidet sich maßgeblich.

Ein Keramikfilter, auch als Wandstromfilter bezeichnet, besteht aus einer Vielzahl kleiner Kanäle die wechselseitig verschlossen sind. So werden die Abgase gezwungen zum Austritt die porösen Wände zwischen den Kanälen zu durchdringen. Die gesundheits- und umweltschädlichen Partikel setzen sich an den Wänden des Partikelfilters fest und können so nicht mehr in die Umwelt gelangen. Damit der Partikelfilter nicht so schnell verstopft, muss regelmäßig eine Regeneration stattfinden, das heißt, die festgesetzten Stoffe müssen verbrannt werden, sodass lediglich Asche im Filter zurückbleibt. Um dies zu erreichen wird in der Regel vom Fahrzeug eine Regeneration eingeleitet. Hierzu muss eine Abgastemperatur von etwa 600°C erreicht werden. Dies wird entweder durch eine aktive Regeneration in Form von Kraftstoffmehreinspritzung oder eine kontinuierliche passive Regeneration vor allem bei zügigem Langstreckenbetrieb erreicht.

Detailansicht Keramikfilter

Detailansicht Keramikfilter

Nebenstrom-Tiefbettfilter leiten gezielt die Abgase durch Metallvlies oder vorbei an Sintermetallkügelchen in bzw. an denen durch Edelmetallbeschichtung nicht nur Rußpartikel festgesetzt sondern auch gasförmige Schadstoffe umgewandelt werden. Die Kanäle sind nicht geschlossen, wodurch der Partikelfilter auch nicht vollständig verstopfen und so den Motor nicht beschädigen oder in Brand geraten kann.

Die dritte Variante eines Abgaspartikelfilters ist der Sintermetallfilter. Dieser besteht aus einer Vielzahl an Filtertaschen aus Sintermetall. Die Abgase werden von außen nach innen durch diese Filtertaschen, die eine poröse Oberfläche aufweisen, hindurchgeleitet. Feinstaub und Ruß lagern sich dabei an den Filtertaschen an. Zudem wird in der Regel ein vorgeschalteter Katalysator eingesetzt. Alternativ weist der Filter häufig eine katalytische Beschichtung auf.

Sintermetallfilter

Sintermetallfilter

Durch technische Defekte kann es bei jeder Art von Partikelfiltern dazu kommen, dass der Partikelfilter verstopft. Auch bei regelmäßiger Regeneration erreicht der Partikelfilter irgendwann seine Beladungsgrenze. Dann steigt der Abgasgegendruck. Zumeist ist im Zuge eines solchen Problems auch ein Anstieg des Kraftstoffverbrauches zu beobachten. Ist der Partikelfilter verstopft und somit der Abgasgegendruck zu hoch, kann dies zu weiteren Schäden, beispielsweise einem defekten Turbolader führen. Daher sollte in diesem Fall der Partikelfilter professionell gereinigt werden.

FilterMaster DPF reinigt alle Arten von Partikelfiltern trennungsfrei mit selbst entwickelten Verfahren. Trennungsfrei bedeutet, dass das Gehäuse des Partikelfilters nicht geöffnet wird, dadurch wird eine mögliche Schwächung des Gehäuses durch schlechte Schweißnähte ausgeschlossen.